Gesundheit

Warnstreiks in den Helios-Kliniken in Schleswig-Holstein, Hamburg …

Warnstreiks in den Helios-Kliniken in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) ruft die rund 2.500 Beschäftigten der Helios, der Helios Ostseeklinik Damp, der Helios Klinik Kiel, des Helios Hanseklinikum Stralsund, der Helios Reha-Klinik Damp, der Helios-Reha-Klinik Schönhagen, der Helios Reha-Klinik Ahrenshoop und der ENDO-Klinik Hamburg am morgigen Dienstag, den 29.05.2018 zu einem eintägigen Warnstreik auf. Der Warnstreik beginnt in allen Häusern mit der individuellen Frühschicht und endet mit der Spätschicht.

In den aktuellen Tarifverhandlungen mit Helios Nord fordert ver.di Nord eine Erhöhung der Entgelte um 7 Prozent, eine einheitliche Entgelttabelle für die Reha- und Akutkliniken, die Ost-West-Angleichung der wöchentlichen Arbeitszeit und einen Metropolenzuschlag für die Beschäftigten in Hamburg. „Wir sind seit vielen Monaten in Verhandlungen und Gesprächen und treten dabei auf der Stelle. Helios hat bislang weder für die Reha-Kliniken noch für die Akut-Kliniken ernsthafte Angebote vorgelegt. Die Beschäftigten machen jeden Tag einen äußerst verantwortungsvollen und kräftezehrenden Job in den Kliniken und wollen wertgeschätzt werden. Ein Konzern, der zweistellige Renditen erwirtschaftet, darf dies nicht auf Kosten der Beschäftigten machen und diesen Eindruck erweckt Helios derzeit. Unsere Geduld ist am Ende und wir brauchen jetzt Druck auf dem Kessel um bei den Verhandlungen voranzukommen“, so Steffen Kühhirt, ver.di Nord Verhandlungsführer.

ver.di fordert 7 Prozent mehr Lohn vor dem Hintergrund einer sehr hohen Produktivität, sehr guter wirtschaftlicher Situation der Kliniken und zweistelliger Renditeerwartungen. „Die Personalaufwandsquote liegt bei den Helios-Kliniken durchschnittlich 10 Prozent unter der Quote vergleichsweise von Kliniken anderer Anbieter oder der öffentlichen Hand. Das hat eine extreme Arbeitsverdichtung und eine sehr hohe Produktivitätsrate zur Folge – alles zu Lasten der Beschäftigten.

„Vor diesem Hintergrund müssten die Vergütungen bei Helios 10 Prozent und mehr über dem durchschnittlichen Tarifniveau liegen. Unsere Forderung nach 7 Prozent ist also mehr als angemessen“, so Kühhirt weiter.

Helios lehnt eine Ost-West-Angleichung der wöchentlichen Arbeitszeit ab. In Helios-Kliniken Mecklenburg-Vorpommerns arbeiten die Beschäftigten noch immer 40 Stunden wöchentlich und damit länger als die Kolleginnen und Kollegen in den Kliniken der alten Bundesländer (38,5 Stunden). 27 Jahre nach der deutschen Einheit ist Helios immer noch nicht bereit, bei der Arbeitszeit für Gleichheit zu sorgen.
Das ist aus Sicht der Gewerkschaft skandalös und zeigt, dass der Konzern zur Übernahme auch von gesellschaftlicher Verantwortung nicht bereit ist. Helios wurde mehrfach aufgefordert, Notdienstvereinbarungen mit ver.di Nord abzuschließen. Dieses ist bis zum heutigen Tag nicht geschehen. Deshalb wird es zu erheblichen Einschränkungen kommen. Wer festgelegte Termine hat, ist gut beraten, sich mit der behandelnden Einheit in Verbindung zu setzen.

Hinweis für die Redaktionen:

Kontakt und Ansprechpartner am 29.05.2018 vor Ort:
Steffen Kühhirt, ver.di-Verhandlungsführer 0170 / 5 75 97 19 (am 29.05.2018 in Damp vor Ort)
Hamburg, Michael Stock – 0170 / 4 01 76 75
Damp, Carina Schulz – 0151 / 10 46 17 95
Kiel, Catrin Przewozny – 0160 / 90 96 28 68
Stralsund, Johannes Brückner – 0151 / 14 28 41 29
Ahrenshoop, Dörte Kutzner – 0175 / 2 22 63 86