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Tag des öffentlichen Dienstes - Kieler Blitzlicht vor der Oper!

Tag des öffentlichen Dienstes - Kieler Blitzlicht vor der Oper!

Den 23. Juni hatten die Vereinten Nationen als Gedenktag für den öffentlichen Dienst eingerichtet, um auf die Bedeutung öffentlicher Dienstleistungen für ein funktionierendes Gemeinschaftswesen hin zu weisen, die Entwicklung eines qualifizierten öffentlichen Dienstes auf der ganzen Welt zu fördern und junge Menschen zu einem Beruf im öffentlichen Dienst zu ermuntern.

Und da sie nicht besonders viel Zeit haben und Corona keine großen Versammlungen zulässt, kommen an diesem Tag stellvertretend für die verschiedensten Berufe aus dem öffentlichen Dienst je eine Frau oder ein Mann auf den Stufen des Kieler Opernhauses zusammen, wo sie sich, begleitet von Rhythmen eines Musikers der Kieler Musikschule, für ein Foto zusammenfinden.

Sie haben Kranke transportiert und gepflegt, Kinder von Pflegekräften betreut, die Kontaktpersonen von Infizierten nachverfolgt, Anträge auf Kurzarbeitergeld bearbeitet, den Müll entsorgt, die Einhaltung der Distanzregeln überwacht und vieles andere mehr, um das Leben aller am Laufen zu halten.

„Gerade wir von ver.di wissen, dass auch viele andere Berufsgruppen wie Verkäufer, Fernfahrerinnen oder Schlachtergehilfen uns allen ermöglicht haben, trotz Einhaltung der Distanzgebote nicht zu verhungern. Und wir finden, diesen allen gegenüber gilt die Dankbarkeit der ganzen Gesellschaft. Heute wollen wir aber darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, den öffentlichen Dienst als zuverlässiges Fundament nicht kaputt zu sparen, Feuerwehrleute im Einsatz nicht zu behindern oder gar zu bespucken und Krankenhäuser nicht zu schließen. Und wir stehen vor der Oper, weil wir in der Zeit des Eingeschlossenseins gespürt haben, wie sehr auch Kultur eigentlich zur Grundversorgung gehört.

Deshalb sind wir auch enttäuscht vom Arbeitgeberverband der Kommunen, der unserem Vorstoß zu Gesprächen über die Tarifrunde gerade eine rüde Abfuhr erteilt hat. Wir hatten vorgeschlagen, über alternative Vereinbarungen zur anstehenden Tarifrunde nachzudenken. Die Arbeitgeber wollen überhaupt nicht über dieses Thema sprechen. Es kann aber nicht sein, dass Corona genutzt wird, um Arbeitnehmeransprüche jetzt erst Mal auf unabsehbare Zeit hintan zu stellen.

Dankbarkeit sieht anders aus!“ meint Michael Folle, der bei ver.di ehrenamtlich für die Kieler Gärtner*Innen zuständig ist.

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