Fachbereich B: Öffentliche und private Dienstleistungen, Sozialversicherung und Verkehr

Warnstreiks der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst

Warnstreiks der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst

Warnstreiks der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst (kommunale Kitas, Kinder- und Jugendtreffs, Schulbetreuung und Sozialdienste) der Landeshauptstadt Kiel und des Kreis Plön am 11. und 12. Mai 2022

Demonstration zum Rathaus und zur Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber am 12. Mai (Treffpunkt: Gewerkschaftshaus Kiel, Legienstr. 22, 10:00 Uhr)

Am 21./22. März 2022 haben die Vertreter*innen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) in den Tarifverhandlungen mit ver.di nicht mal Ansätze für Kompromisslinien erkennen lassen. Nachdem die Arbeitgeber einige Forderungen bereits im ersten Termin abgelehnt hatten, wurden auch in der zweiten Verhandlungsrunde die Vorschläge für bessere Arbeitsbedingungen und eine Aufwertung der Arbeit der Beschäftigten vom Tisch gewischt. Damit bestätigten die Arbeitgeber ihre Haltung der letzten Jahre und haben unter Beweis gestellt, dass die vielfach beschworene Anerkennung und Wertschätzung der Arbeit der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst immer dann endet, wenn es um konkrete Verbesserungen der Arbeitsbedingungen und eine echte Aufwertung geht. Genügend Zeit für die Vor- und Nachbereitung, Anspruch auf Qualifizierung, Anerkennung von Berufserfahrungen und Studienabschlüssen, sowie die Einführung von Entlastungstagen sind nur einige Beispiele unserer Forderungen.

Berenike Stehmann, Gewerkschaftssekretärin bei ver.di in Kiel: "Die Forderungen der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst nach Aufwertung und Entlastung sind von enormer Bedeutung für uns alle. Nur gute Arbeitsbedingungen verhindern, dass immer mehr Kolleg*innen krankheitsbedingt aus den sozialen Berufen ausscheiden und der Fachkräftemangel sich weiter zuspitzt. Es muss den Kolleg*innen möglich gemacht werden, ihre Arbeit so zu machen, dass sie ihren eigenen Ansprüchen gerecht werden können und sie nicht durch Überlastung krank werden. Es geht auch darum, dass Kinder, Jugendliche und Familien gerade in diesen Krisen-Zeiten nicht alleine gelassen werden dürfen. Sie benötigen bestmögliche und professionelle Unterstützung – egal ob sie unter den Folgen von Corona leiden oder unter ihrer Fluchterfahrung und Krieg.“

Aus diesen Gründen und für ihre Forderungen treten die Kolleg*innen deshalb in den oben genannten Orten vor der dritten Verhandlungsrunde ab dem 16./17. Mai in Potsdam am 11. und 12.05.2022 in einen zweitägigen Warnstreik.

Die Beschäftigten bedauern es sehr, dass Familien jetzt umplanen müssen, aber die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber lassen den Beschäftigten keine andere Wahl und sie hoffen möglichst auf das Verständnis der Eltern.

Am 12.5. wird es eine Demonstration der streikenden Beschäftigten zum Rathaus und zur Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeber geben. Ziel ist es, direkt vor der Haustür der Arbeitgeber auf die Dringlichkeit der Forderungen und ernsthafter Verhandlungen hinzuweisen. Alle Unterstützer*innen sind herzlich eingeladen!

Für weitere Informationen steht Ihnen ver.di-Gewerkschaftssekretärin Berenike Stehmann unter der Mobilnummer 0151- 72882236 gerne zur Verfügung.