Bund und Länder

Ver.di zu Besuch im Sozialministerium -Der Koalitionsvertrag …

Ver.di zu Besuch im Sozialministerium -Der Koalitionsvertrag im Praxistest

Nachdem die neue Landesregierung in Schleswig-Holstein schon nicht mehr ganz neu ist, hat die ver.di-Fachgruppe für den Sozial- und Erziehungsdienst heute das Sozialministerium aufgesucht.

Wie werden sich die Ankündigungen im Koalitionsvertrag auf die konkrete Arbeit der Beschäftigten auswirken? Wie soll die Ausbildung weiter entwickelt werden? Was bedeutet Qualitätssicherung und -steigerung bei Jugendhilfe, Jugendschutz und in Kitas? „Kurz gesagt, wir wollten wissen, was tut die Landesregierung konkret, um unsere Arbeit vor Ort zu unterstützen: Wird die Arbeit attraktiver gemacht, wird es Entlastung geben, werden die Rahmenbedingungen verbessert? Wir haben die Probleme geschildert mit Inklusion, offener Arbeit, hohem Migrantenanteil, und vor allem hohen Erwartungen der Gesellschaft an unsere Arbeit“ erklärt Hilke Babbe, die Landesvorsitzende der Fachgruppe in ver.di.

Sie war mit zwei Kolleginnen der Landeshauptstadt Kiel und der Kieler ver.di-Sekretärin im Ministerium. Die Antworten waren zwar noch nicht so ganz konkret: Entlastung soll geschaffen werden, eine transparentere Finanzierungsstruktur bei gleichzeitiger Aufstockung der Mittel ist geplant, um noch mehr Qualität sicher zu stellen. „Eine konkrete Antwort gab es allerdings: regional begrenzte Billigabschlüsse für die Arbeit in Kitas sind nicht geplant. Das ist die richtige Richtung! Und in die Expertenrunden mit Einrichtungsträgern, Ausbildungsstätten und Eltern, in denen die neuen Konzepte entwickelt werden, sollten auch die Beschäftigten eigebunden werden, die ja letztlich das ausführen, was diese Runden ersinnen“ regt Eva Schleifenbaum von ver.di Kiel an. „Wir werden die Arbeit der Landesregierung weiter verfolgen und spätestens bei der nächsten Aufwertungsrunde für den Sozial- und Erziehungsdienst an der Wirklichkeit messen.“