Frauen

Equal Pay Day – „Recht auf Mehr!“

Equal Pay Day – „Recht auf Mehr!“

Anlässlich des Equal Pay Day am 21. März 2014 fordern die ver.di- Gewerkschaftsfrauen „Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit“.
Frauen haben ein „Recht auf Mehr!“.

Die Forderungen:

  • Einen Rechtsanspruch auf Rückkehr aus Teilzeit- in Vollzeitbeschäftigung, damit Frauen nach eine familienbedingten Reduzierung ihrer Arbeitszeit wieder aufstocken können.
  • Alle Arbeitsverhältnisse sozial abzusichern, um alle Arbeitnehmerinnen bei der Durchsetzung ihrer Anspruchs auf Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall u.v.a.m. zu unterstützen.
  • Gesetzliche Regelungen zur Durchsetzung der Entgeltgleichheit, damit Unternehmen verpflichtet werden, ihre Entgeltpraxis geschlechtergerecht zu gestalten.
  • Die Einhaltung bestehender Tarifverträge und einen gesetzlichen Mindestlohn als Lohnuntergrenze, weil Frauen besonders häufig für Dumpinglöhne arbeiten müssen.


Aktion zum Equal Pay Day
Freitag, d. 21. März 2014, 14.00 bis 16.00 Uhr
Ort: Holtenauerstraße / Ecke Lehmberg in Kiel

Das Kieler Aktionsbündnis Equal Pay Day auf das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen aufmerksam. Das Motto des diesjährigen Aktionstages ist: "... und raus bist du? - Minijobs und Teilzeit nach Erwerbspausen“.  Die Straßenaktion in der Kieler Innenstadt wird durch ihre Farbgebung auffallen: Rot sind die Taschen, die an die Passanten ausgegeben werden und rot sind auch die alkoholfreien Cocktails von JIMs Bar, die kostenfrei vor Ort ausgegeben werden. Jeder einzelne mit 22 % weniger Inhalt, um das aktuelle Problem sichtbar zu machen. Denn immer noch verdienen die Frauen in Deutschland 22 % weniger als die Männer.

Bis zum 30. Lebensjahr entwickeln sich die Einkommen von Frauen und Männern parallel. Dann öffnet sich die Schere: Fraueneinkommen stagnieren und Männereinkommen steigen. Warum ist das so? Bis zum Alter von 30 Jahren starten Frauen in die Familienpause, Männer in die Karriere. Frauen reduzieren nach der Familienpause - mehr oder weniger freiwillig - die Erwerbsarbeit zu Gunsten der Familie, arbeiten also in Teilzeit oder nehmen einen Minijob auf. Diese Entscheidung wirkt sich nachhaltig auf die finanzielle Situation von Frauen im gesamten Lebensverlauf aus.

Ziel des Aktionsbündnisses ist es darauf aufmerksam zu machen, dass vor allem die Minijobs und geringe Teilzeittätigkeiten insbesondere für Frauen eine Sackgasse darstellen: Ihre Aufstiegschancen bleiben langfristig versperrt, die Stundenlöhne sind meist niedriger als bei einer Vollzeitbeschäftigung und eine existenzsichernde Rente kann nicht aufgebaut werden.